Von Schafen, Wölfen und dem himmlischen Kind: die Weihnachtsgeschichte aus Schafssicht erzählt

Eine Herde Schafe nicht aus den Augen zu lassen, das ist nach Aussage der Hirten weitaus schwieriger als einen Sack Flöhe zu hüten. Und dann sind die Hirten eines Nachts plötzlich verschwunden. Die Schafe sind ratlos. Was sollen sie nur alleine machen und was hat es mit dem strahlenden Stern auf sich, der in dieser Nacht den Himmel erleuchtet? Zum Glück weiß die Ziege Bescheid. Von ihr erfahren die Schafe die frohe Botschaft von der Geburt eines Kindes, dessen Ankunft schon lange erwartet wird, das Wunder vollbringen kann und die Welt retten wird. Alle machen sich auf, um das „Kindlein in der Krippe“ an seinem „Geburtsort bei den Ärmsten der Armen“, in unserer Geschichte auf einem Schrottplatz, zu sehen. Und so begeben sich auch die Schafe auf ihre erste Nachtwanderung ohne Hirten, bei der sie allerhand Abenteuer erleben und vor allen Dingen lernen aufeinander achtzugeben. Kein Schaf darf verloren gehen! Das ist eine der wichtigsten Regel, die ihnen die Hirten beigebracht haben.

Dem bereits durch seinen preisgekrönten Bestseller „An der Arche um Acht“ (Sauerländer 2013) bekannt gewordenen Autor Ulrich Hub ist es hier wieder in besonderer Weise gelungen, seine Leserinnen und Leser mit dieser aus Sicht der Schafe erzählten biblischen Geschichte zum Schmunzeln zu bringen.  Zahlreiche witzige Sprachspielereien und Anspielungen sowie eine lebendige Gestaltung mit viel wörtlicher Rede machen aus ihr eine hervorragende Vorlesegeschichte in der Advents- und Weihnachtszeit. Der humorvolle Ton wird zudem durch den einfachen, aber pointierten Illustrationsstil von Jörg Mühle, der spätestens seit „Viele Grüße, Deine Giraffe“ (Moritz 2017) populär geworden ist, gekonnt in Szene gesetzt. Zum Vorlesen ab 7 Jahren.

Ulrich Hub: Das letzte Schaf. Hamburg: Carlsen, 2018.

Cover: Carlsen Verlag

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