Selma tauscht Sachen – Hundeleben

Wer nicht oft mit Hunden zu tun hat und ihre Körpersprache nicht entschlüsseln kann, der versteht so gar nicht, warum ausgerechnet dieses Tier der beste Freund des Menschen ist. Auch die kleine Selma fürchtet sich vor Hunden, obwohl ihre Mutter ihr immer wieder versichert, dass es dafür keinen Grund gibt. Außerdem rät sie Selma, sich doch mal in einen Hund hineinzuversetzen und die Welt durch seine oder ihre Augen zu betrachten. Gesagt – getan! Selma schlüpft in den Körper mit der verdutzten Princessa, einem grauen Pudelmädchen, und beginnt, die Welt als Hündin zu erkunden. Dabei macht sie nicht nur spannende Entdeckungen, sondern hat auch unangenehme Begegnungen (Herrlich fies: die Nachbarskatze!). Princessa treibt derweil Selmas Mutter in den Wahnsinn, die meint, ihre Tochter nehme ihren Ratschlag nun wirklich zu ernst.

Kinder dürften diesen Comic lieben: eine unterhaltsame Story mit Tieren und einer eigensinnigen Protagonistin, tolle und dynamische Illustrationen und insgesamt sehr wenig zu erlesender Text. Gerade für Erstleserinnen und Erstleser ist das Kinderbuch eine motivierende und leicht zu bewältigende Einstiegslektüre. Darüber hinaus bietet der Comic zahlreiche Gesprächsanlässe rund um den Hund, sei es seine Körpersprache oder auch wie und was Hunde riechen. Letzteres ist wunderbar veranschaulicht. So eignet sich das Buch auch sehr gut zum Vorlesen und gemeinsamen Anschauen für Kinder im Vorschulalter.

Martin Baltscheit und Anne Becker: Selma tauscht Sachen. Hundeleben. Berlin: Kibitz, 2020. Ab 6 Jahren.

© Cover: Kibitz Verlag

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