„Manno!“ Ein witziger Kindercomic für mehrere Generationen

Die Kinderbuchillustratorin und Comiczeichnerin Anke Kuhl ist in den 70er Jahren gemeinsam mit ihrer um ein paar Jahre älteren Schwester Eva in einer hessischen Kleinstadt aufgewachsen. Welche Streiche die beiden  ausgeheckt haben, welche Spiele an der Tagesordnung waren und welche  Abenteuer gemeinsam bewältigt wurden, das erfährt man in diesem wunderbar witzig gezeichneten Kindercomic.

Was ist typisch für Kindheit in den 70er Jahren?  Opa und Oma leben gemeinsam mit im Haus, der Vater trägt eine Pilzfrisur und die Mutter dreht Lockenwickler in ihre Haare, um sie anschließend unter der Trockenhaube in Form zu bringen.  Dazu kommen Stars  aus Funk, Fernsehen und Politik wie Rudi Carrell, ABBA und Willy Brandt.

Wieso könnten sich heutige Kinder für Geschichten aus der Kindheit der 70er Jahre interessieren? Es gibt immer noch vieles Gemeinsames wie die Angst, an einem großen Gartenzaun vorbeizugehen, hinter dem große Hunde lauern,  sich fiese Spiele wie das schreckliche Quälspiel zu überlegen,  Zeuge des Streits zwischen den Eltern zu sein, mit Klobürsten fechten und vieles mehr.

Kinder entdecken eigene Erlebnisse und Erfahrungen wieder und können mit ihren Eltern über deren Kindheit ins Gespräch kommen. Mit ihren Illustrationen gelingt es Anke Kuhl in hervorragender Weise, den Leserin und den Leser mit allen Sinnen anzusprechen. Sofort hat man den Geruch einer Blumenvase mit abgestandenem Wasser in der Nase oder läuft für den Rest des Tages mit dem Ohrwurm von ABBA „Gimme! Gimme! Gimme!“ durch die Wohnung.

Anke Kuhl: Manno! Alles genau so in echt passiert. Leipzig: Klett Kinderbuch, 2020. Ab 7 Jahre.

© Cover: Klett Kinderbuch

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