Love oder meine schönsten Beerdigungen

Matthew Miller braucht einen Praktikumsplatz und er muss sich etwas Geld verdienen. Es ist nach dem Tod seiner geliebten Mutter nicht ganz einfach zum normalen Leben überzugehen. Sie kochte und backte gern und hat ihrem Matt ein Buch mit den besten Rezepten, um Mädchen rumzukriegen, hinterlassen. Sie war der Mittelpunkt der Familie. Er trauert und muss auch noch mit ansehen, wie sein Vater im Alkohol versinkt und nach einem schweren Unfall im Krankenhaus liegt.
Durch Zufall bekommt er einen gut bezahlten Job im Beerdigungsinstitut von Mr. Ray und merkt bald, dass Trauerfeiern anderer Familien in ihm eine gewisse Befriedigung auslösen, wenn er die Trauer der engsten Angehörigen miterlebt. Mr. Ray kümmert sich um Matt und sie werden enge Vertraute. Matt geht nun jeden Tag im Anzug in die Schule, um am Nachmittag für seinen Job passend gekleidet zu sein.
Chris, Matts bester Kumpel, mit dem er im Block „abhängt“, ist ebenfalls für Matt da, kann ihn aber nicht aus der Trauer herausholen.
Mit Love lernt er jemanden kennen, der anders ist und auch mit vielen Schicksalsschlägen leben muss. So ist die Trauerfeier für ihre verstorbene Oma ganz anders, als die bisherigen. Das erste Treffen mit ihr findet am Thanksgiving in einer Obdachlosenunterkunft statt – war das ein Date? Matt hat noch keine Erfahrungen mit Mädchen und muss über seinen eigenen Schatten springen. Mr. Ray hat so den ein oder anderen Tipp für Ihn. Kann Love ihn aus seiner Einsamkeit herausholen?
Der Roman ist ein sogenanntes All-Age-Buch und wird aus der Sicht des Hauptprotagonisten erzählt. Der Leser/die Leserin kann sich gut in die Gefühlswelt des Jugendlichen einfühlen. Interessante bis witzige Dialoge lockern das ernste Thema Verlust, Trauer und Sinnfindung auf.

Jason Reynolds: Love oder Meine schönsten Beerdigungen. München: dtv 2017. Ab 14 Jahren.

Cover: dtv

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