Leseempfehlungen: Bücher zum Thema Hunde

 

 

 


 

 

Hund, der sein Bellen verlor

Ein Hund, der nach langer Tortur seinen Menschen sucht und findet, und ein Junge, der einen Menschen verliert und dafür einen Freund gewinnt, sind die Zutaten für das bezaubernde Kinderbuch "Der Hund, der sein Bellen verlor" von Eoin Colfer. Zum Vorlesen für Kinder ab 5 Jahre und zum Selberlesen für Kinder ab der zweiten Klasse.

Eoin Colfer: Der Hund, der sein Bellen verlor. Zürich: Orell Füssli, 2019.
© Cover: Füssli

 

Selma tauscht Sachen – Hundeleben

Wer nicht oft mit Hunden zu tun hat und ihre Körpersprache nicht entschlüsseln kann, der versteht so gar nicht, warum ausgerechnet dieses Tier der beste Freund des Menschen ist. Auch die kleine Selma fürchtet sich vor Hunden, obwohl ihre Mutter ihr immer wieder versichert, dass es dafür keinen Grund gibt. Außerdem rät sie Selma, sich doch mal in einen Hund hineinzuversetzen und die Welt durch seine oder ihre Augen zu betrachten. Gesagt – getan! Selma schlüpft in den Körper mit der verdutzten Princessa, einem grauen Pudelmädchen, und beginnt, die Welt als Hündin zu erkunden. Dabei macht sie nicht nur spannende Entdeckungen, sondern hat auch unangenehme Begegnungen (Herrlich fies: die Nachbarskatze!). Princessa treibt derweil Selmas Mutter in den Wahnsinn, die meint, ihre Tochter nehme ihren Ratschlag nun wirklich zu ernst.
Kinder dürften diesen Comic lieben: eine unterhaltsame Story mit Tieren und einer eigensinnigen Protagonistin, tolle und dynamische Illustrationen und insgesamt sehr wenig zu erlesender Text. Gerade für Erstleserinnen und Erstleser ist das Kinderbuch eine motivierende und leicht zu bewältigende Einstiegslektüre. Darüber hinaus bietet der Comic zahlreiche Gesprächsanlässe rund um den Hund, sei es seine Körpersprache oder auch wie und was Hunde riechen. Letzteres ist wunderbar veranschaulicht. So eignet sich das Buch auch sehr gut zum Vorlesen und gemeinsamen Anschauen für Kinder im Vorschulalter.

Martin Baltscheit und Anne Becker: Selma tauscht Sachen. Hundeleben. Berlin: Kibitz, 2020. Ab 6 Jahren.
© Cover: Kibitz Verlag

 

Skurriler Superhelden-Comic für Kinder: Dav Pilkeys „Dog Man – Herr der Flöhe“

Dav Pilkeys bereits fünfter Teil der Serie „Dog Man“ bietet alles, was ein Superhelden-Comic braucht. Dog Man (Superheld) und seine Freunde kämpfen gegen Petey, die böse Katze, (vermeintlicher Bösewicht) und gegen Piggys Bande (echte Bösewichte). Natürlich besitzen alle Parteien obskure Ausrüstungen wie z.B. einen überdimensionalen, Laserstrahl spuckenden Blech-Dinosaurier oder eine Pistole, die alles und jeden schrumpfen kann. Gewürzt wird die Handlung mit Spannung und mit – teilweise skurrilem – Humor.
Der Comic ist sowohl für junge Leserinnen und Leser als auch Erwachsene geeignet. Kinder sprechen vor allem der Witz und die Superhelden-Geschichte an. Die große Schrift und der geringe Textumfang ist ein weiterer Pluspunkt mit Blick auf noch ungeübte Leserinnen und Leser ab der vierten Klasse. Jüngere bräuchten bei der Lektüre wahrscheinlich ab und an noch Hilfe. Erwachsene dürften sich zudem über die intertextuellen Bezüge (u.a. „Herr der Fliegen“!) freuen.

Dav Pilkey: Dog Man. Herr der Flöhe. Berlin: Adrian Verlag, 2020. Ab 8 Jahre.
© Cover: Adrian

 

Kampf um die Weltherrschaft - Böse Jungs. Der Angriff der Miezekätzchen

Die Welt in Aaron Blabeys „Böse Jungs. Der Angriff der Miezekätzchen“ ist herrlich verkehrt herum. Mutierte niedliche Miezekätzchen werden vom besonders fiesen Meerschweinchen Dr. Marmelade als Waffe genutzt, um die Weltherrschaft zu erringen. Einzige Hoffnung im Kampf gegen den verrückten Bösewicht sind die „bösen Jungs“: ein Hai, ein Piranha, eine Giftschlange und eine Vogelspinne. Geholfen wird ihnen von der sympathischen Agentin Fox und einer alten Krokodildame. Mehr

Aaron Blabey: Böse Jungs. Der Angriff der Miezekätzchen. (Band 4). Köln: Bastei Lübbe/Baumhaus, 2020. Ab 8 Jahre.
© Cover: Lübbe/Baumhaus

 

Schulhündin Henriette im Einsatz

Auch im zweiten Band der Buchreihe rund um Schulhündin Henriette geht es turbulent zu. Es ist Sporttag und ausgerechnet an diesem Tag kommen Henriette und Eddy, der beste Lehrer der Welt, zu spät zur Schule. Der Sportunterricht hat schon angefangen und Schulrektorin Klappeisen schwingt begeistert an den Ringen. Als plötzlich die Halskette von Frau Klappeisen verschwunden ist, läuft die Sportstunde etwas aus dem Ruder: Zwischen Handstand und Trampolin gerät plötzlich Riesenschnecke Toni unter Verdacht und sogar die Polizei muss anrücken, um den Dieb der Kette zu ermitteln. Eine witzige Geschichte, die sich aufgrund von Schriftgröße, Textlänge und zahlreichen farbigen Illustrationen besonders für Leseanfänger und -anfängerinnen eignet.

Britta Nonnast: Henriette rockt die Halle. Weinheim: Beltz & Gelberg: 2021. Ab 7 Jahren.
© Cover: Beltz & Gelberg 

 

Arthurs wildes Hundeleben

So wie andere Kinder wünscht sich auch Arthur einen Hund, doch seine Eltern meinen, dass er sich noch nicht richtig um einen Hund kümmern kann. Aber dann verreist der ehemalige Arbeitskollege von Arthurs Vater und Arthur soll eine Woche auf dessen Hund Lucky aufpassen. Leider weiß Arthur nichts über Hunde und wie man sie am besten hält. Das ändert sich ganz schnell, als Arthur und Lucky nach der ersten Nacht in vertauschten Rollen aufwachen: Arthur in Luckys Körper und umgekehrt. Bis die beiden herausfinden, was den Körpertausch ausgelöst hat, müssen sie sich mit den neuen Gegebenheiten arrangieren. Und das sorgt für allerlei lustige, aber auch unangenehme Situationen.

Die unterhaltsame Geschichte wird abwechselnd aus Arthurs und Luckys Perspektive erzählt. Und ganz nebenbei lernt die junge Leserschaft so einiges über Hunde. Ergänzt wird der Text durch witzige Illustrationen von Barbara Fisinger.

Heike Abidi: Arthurs wildes Hundeleben. Ravensburg: Hummelburg, 2020. Ab 8 Jahren.
© Cover: Ravensburg

 

Glück für alle Felle

Als Mister Tavish die Familie Peachy adoptiert, steht deren Leben auf dem Kopf. Mama Peachy ist im Streik, weil sie nicht mehr die Dienstmagd ihrer drei Kinder und ihres Mannes sein will. Es dauert nicht lange, bis der Haushalt im Chaos versinkt. Es ist der 8-jährigen, klugen Betty zu verdanken, dass Mister Tavish, ein smarter Hundemischling, adoptiert wird. Betty und Mister Tavish haben vor allem eines gemeinsam: Sie lieben Struktur! Also macht Mister Tavish es sich zur Aufgabe, das Familienchaos wieder zu aufzulösen. Wie er das anstellt, erzählt Meg Rosoffs wunderbar komischer Kinderroman „Glück für alle Felle“.

Das Layout des Textes (große Schrift und viel Leerraum) erleichtert Leseanfängerinnen und -anfängern die Lektüre dieser amüsanten Geschichte. Ergänzt wird diese am Ende u.a. mit zehn Tipps dazu, was ein Hund braucht, und mit einem Rezept für „ein leckeres Hühnchengericht“. Ein großer Lesespaß (nicht nur) für junge Leserinnen und Leser!

Meg Rosoff: Glück für alle Felle. Frankfurt am Main: Fischer KBJ, 2019. Ab 8 Jahren.
© Cover: Fischer KBJ

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