French Summer. A fucking great Road Trip

Eppo muss raus, er braucht einen Tapetenwechsel nach dem Tod seines “Bruders” Maarten. Maarten war sein älterer Pflegebruder der Familie, zu dem Eppo eine sehr spezielle Beziehung hatte. Die quirlige und spontane Tabby nimmt Eppo als Anhalter mit. Sie ist älter als er. Es beginnt ein ereignisreicher Road Trip durch Frankreich. Durch Gedanken-Rückblenden Eppos erfährt die Leserin oder der Leser immer mehr Bruchstücke über Maarten, der offenbar von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht wurde und als brutal und extrem galt. Eppo kannte ihn aber ganz anders, wenn er mit ihm allein war. Während der Reise stellt sich heraus, dass Tabby mit dem roten Golf ihres Freundes abgehauen ist. Autofahren ist nicht so ihre Stärke. Meist redet sie, da Eppo eher der schweigsame Typ ist. Sie muss ihm alles aus der Nase ziehen. Doch offenbar erzählt sie ihm auch nicht alles. Geld scheint sie nicht zu haben, da Eppo alles bezahlen muss: Essen, Benzin, Übernachtungen auf Campingplätzen. Außerdem wird gemeinsam im Auto oder in Eppos Zelt übernachtet. Natürlich kann so ein Road Trip nicht ewig andauern und man muss sich seinen Gefühlen und der Realität stellen.

Das Buch ist in kurze Kapitel gegliedert die jeweils mit einem Initial beginnen.
Die vielen Dialoge machen die Erzählung sehr lebendig und lassen die Leserin oder den Leser in die Welt der beiden Protagonisten eintauchen.

Einige Textstellen im Buch eignen sich für ein literarisches Gespräch, da es viele Leerstellen zu füllen gibt, die zu Vermutungen und Deutungen anregen. Die vom Autor bewusst eingesetzten sprachlichen und formalen Stilmittel geben in Verbindung mit dem Inhalt Anlass zum Gespräch. Aufgrund des übersichtlichen Textumfangs (192 Seiten), ist das Buch als Klassenlektüre geeignet.

Marian de Smet: French Summer. A fucking great Road Trip. Hildesheim: Gerstenberg, 2016. Ab 15 Jahren.

Cover: Gerstenberg

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