Dead Water. Das Logbuch

Als erzieherische Maßnahme werden 14 Schülerinnen und Schüler aus reichen Elternhäusern auf das Schulschiff Marie geschickt. Doch der Segelturn verläuft anders als erwartet: Nach und nach verschwinden sowohl die Lehrkräfte als auch die gesamte Schiffsbesatzung, die technischen Geräte funktionieren nicht mehr. Die Jugendlichen sind mitten im Indischen Ozean auf sich allein gestellt und kämpfen ums Überleben. Zusätzlich werden sie von einem Unbekannten erpresst und müssen terroristische Aufgaben erfüllen, wobei auch andere, unbeteiligte Personen zu Schaden kommen. Gelingt es den Jugendlichen rechtzeitig die Zusammenhänge zu erkennen, den Erpresser zu entlarven und sich zu retten?

Das Jugendbuch fällt durch sein besonderes Layout auf: Zu Beginn eines jeden Kapitels finden sich genaue Angaben zu Ort, Zeit und Wetterlage gefolgt von einzelnen Logbuch-Einträgen, die abwechselnd aus den verschiedenen Perspektiven der Jugendlichen gemacht werden. Ergänzt und kommentiert werden diese Aufzeichnungen durch handschriftliche Randnotizen und kleine Zeichnungen der übrigen Gruppenmitglieder.

Um bei der Anzahl der verschiedenen Charaktere nicht durcheinander zu geraten, werden im Anhang alle Figuren, die sich zu Beginn des Abenteuers auf dem Schiff befinden, kurz beschrieben. Sowohl das umfangreiche Glossar zu Schifffahrtsbegriffen als auch eine detaillierte, beschriftete Abbildung der „Marie“ geben dem Leser die Möglichkeit, bei Unklarheiten nachzuschlagen. Am Ende des Buches befindet sich eine Karte, auf der die Reiseroute nachverfolgt werden kann.

Der Jugendthriller bietet viele Themen für eine Recherche oder Weiterbearbeitung: beispielsweise das Geisterschiff „Mary Celeste“, Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie, Interessen der Pharmaindustrie oder das Marburg-Virus.

Tobias Rafael Junge: Dead Water. Das Logbuch. Hamburg: Dressler, 2017. Ab 12 Jahren.

Cover: Dressler, Verlagsgruppe Oetinger

 

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