Bloom – apokalyptische Pflanzen aus dem All

Die ganze Welt wird nach einem starken Regenfall von sonderbarem, schwarzen Gras überwuchert. Alle Bemühungen, das extreme Wachstum zu stoppen, sind wirkungslos. Denn das Gras lässt sich weder durch Schneiden noch durch Verbrennen eindämmen. Doch es kommt noch schlimmer: Die gesamte Weltbevölkerung reagiert allergisch auf das neuartige Kraut und plündert die Vorräte an Arznei und Nahrungsmitteln. Als ein weiteres bösartiges Gewächs auftaucht, ist die Katastrophe perfekt: Riesige, unterirdische Fleischfressende Pflanzen verschlucken die Menschen und verätzen deren Haut mit Säure. Schnell sind sich die Forscher einig, dass die Welt von einer außerirdischen Spezies mit den gefährlichen Pflanzen verseucht wurde. Alles deutet darauf hin, dass die Apokalypse unmittelbar bevorsteht.

Gleichzeitig bemerken drei Jugendliche, dass sie gegen die aggressiven Pflanzen immun sind. Mehr noch: Anaya, die gegen fast alles allergisch ist, ist fast vollständig von ihren Symptomen befreit. Auch Petra, die eine seltene Wasserallergie hat, kann sich mit dem Regenwasser, das die Pflanzen gebracht hat, zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder richtig waschen. Als sie gemeinsam mit dem Waisenjungen Steh einige ihre Mitschüler vollkommen unbeschadet aus den gierigen Fängen der Fleischfressenden Pflanzen retten, werden sie von Forschern auf Ihre Immunität untersucht. Dabei erfahren sie Unglaubliches über sich und entwickeln ungeahnte Kräfte.

Dieser dsytopische, horrorhafte Roman besticht durch sein skurriles Thema und seinen dynamischen Handlungsverlauf. Durch viele überraschende Wendungen hält  Kenneth Opel die Spannung für Leserinnen und Leser ab 13 Jahren gekonnt aufrecht. Die drei völlig unterschiedlichen Protagonisten bieten Jugendlichen zusätzlich vielfältige Identifikationsmöglichkeiten. Der Cliff-Hanger am Ende des ersten Teils der als Trilogie angelegten Reihe macht neugierig auf die nachfolgenden Titel.

Kenneth Oppel: Bloom – die Apokalypse beginnt in deinem Garten. Weinheim: Beltz & Gelberg, 2020. Ab 13 Jahren.

© Cover: Beltz & Gelberg

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