Anton das Bison

Anton das Bison – eine besondere (Bücher-)Freundschaft

Bison Anton ist stark und mutig und in einem Bilderbuch zu Hause: einem Bilderbuch, das zuerst Louis‘ Großvater, dann seinem Vater gehört hat und nun Louis‘ absolutes Lieblingsbuch ist. Es begleitet Louis überallhin. Ganz egal, ob Louis zum Zahnarzt, ins Schwimmbad oder ins Restaurant geht, Bison Anton ist immer dabei. So sind die beiden unzertrennlich, bis Louis von einem Tag auf den anderen sein Interesse für Dinosaurier entdeckt, Unmengen an Dinosaurier-Büchern aus der Bibliothek ausleiht und plötzlich kein Platz mehr für Anton ist. Er fühlt sich zurückgesetzt und ist unglücklich. Als Louis‘ Mutter „Anton das Bison“ mit einem Stapel Dinosaurier-Bücher versehentlich in der Bücherei abgibt, werden die Freunde gänzlich voneinander getrennt und beginnen, einander schmerzlich zu vermissen. Trotz intensiver Bemühungen gelingt es den beiden nicht, sich wiederzufinden. Zuerst durchforstet Anton zusammen mit der Bibliothekarin ohne Erfolg den Rückgabekasten in der Bücherei, später wartet Anton in der Vitrine für Fundsachen jahrelang vergeblich auf Louis. Die Jahre vergehen und dennoch vergessen sich die beiden nicht. Wie es schließlich auf ganz unerwartete Weise doch noch zu einem Happy End kommt, erzählt diese Geschichte einer wunderbaren (Bücher-)Freundschaft.
Durch die große Schrift, die Gliederung des Textes in überschaubare Abschnitte sowie die vielen farbenfrohen Illustrationen ist das Buch gut geeignet für Grundschülerinnen und Grundschüler.
Es ist eine Geschichte, die Kinder ermuntert, ihre eigenen Lieblingsbücher einzupacken, sich von ihren Helden durch den Alltag begleiten zu lassen, in ihrer Fantasie mit ihnen auf Abenteuereise zu gehen und selbst zum Geschichten-Erfinder zu werden.

Lou Beauchesne: Anton das Bison. Hamburg: Carlsen, 2020. Ab 8 Jahre.

© Carlsen

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