Verleihung des Deutschen Lesepreises 2020

 

Am 4. November 2020 wurde der Deutsche Lesepreis der Stiftung Lesen und der Commerzbank-Stiftung verliehen

Der Preis zeichnet innovative und erfolgreiche Leseförderungsmaßnahmen in sechs unterschiedlichen Kategorien aus. Bis zum 30. Juni konnten sich Schulen, Kitas und Einrichtungen, aber auch Einzelpersonen bewerben.
Dieses Jahr waren unter den Nominierten zwei Einrichtungen aus Niedersachsen dabei, deren Projekte hier vorgestellt werden.

Das BZV Medienhaus Braunschweig

Mit gleich drei besonderen Projekten, „TAKI“, „Mediacampus“ und „Zukunft Bilden“, wurde das BZV in der Kategorie „Herausragendes kommunales Engagement“ für den Deutschen Lesepreis 2020 nominiert.
Die Tageszeitung im Kindergarten (TAKI) startete erstmals im Januar 2007 mit 40 Kitas und 1700 Kindern als Pilotprojekt der Wolfsburger Nachrichten. Mehrmals im Jahr werden dreiwöchige Projektzeiträume angeboten, in denen die Kinder eigene Zeitungshefte sowie die tägliche Zeitung erhalten. Gemeinsam mit dem Löwen-Maskottchen „Taki“ und Erzieherinnen und Erziehern werden die Kinder spielerisch durch die Themenlandschaft geführt. Die Materialien werden stetig im Projektteam, das aus Redaktion sowie Pädagoginnen und Pädagogen besteht, weiterentwickelt. Mehr Informationen finden Sie hier.
Damit Schülerinnen und Schüler zwischen Fake News und komplizierten Nachrichten den Durchblick bewahren können, unterstützt Mediacampus Lehrkräfte der 3. bis 12. Klasse bei der Vermittlung von Medienkompetenz im Unterricht. Entsprechend der Altersstufe können sich die Schülerinnen und Schüler über verschiedene Medien, analog oder digital, als Reporterinnen und Reporter einbringen. Diese Partizipationsmöglichkeit fördert neben Recherche-Skills auch die Lese- und Schreibkompetenzen. Mehr Informationen finden Sie hier.
Das medienpädagogische Projekt Zukunft Bilden wurde 2010 gemeinsam mit führenden Verbänden und Unternehmen der Region ins Leben gerufen. Um möglichst viele Auszubildende in der Region auf den Einstieg ins mediale Berufsleben vorzubereiten, werden sie im Erwerb von Medien- und Sprachkompetenzen gefördert. Die Azubis bekommen ein Jahresabonnement der Tageszeitung und können damit an dem Projekt teilnehmen. Im Rahmen des medienpädagogischen Programms können sie hinter die Kulissen der Redaktion und Druckerei schauen, an Vorträgen mit Korrespondentinnen und Korrespondenten teilnehmen, Interviews führen und eigene Artikel schreiben. Mittels eines entstandenen treuhänderisch verwalteten Ausbildung-Fonds wird auch kleinen, finanzschwächeren Ausbildungsbetrieben eine Teilnahme ermöglicht. Mehr Informationen finden Sie hier.

Ebenfalls unter den Nominierten: die Heinrich-Kielhorn-Schule aus Hameln

Die Heinrich-Kielhorn-Schule aus Hameln überzeugte dieses Jahr mit „Hörpost – ein inklusives, kooperatives und digitales Leseförderprojekt“, um es auf die Shortlist der Nominierten in der Kategorie „Herausragende Leseförderung mit digitalen Medien“ zu schaffen. Im vergangenen Jahr wurde bereits der Podcast „Literafrosch – Frau Lindgrens Büchermagazin“ der Kooperationsschule aus Bad Münder mit dem Deutschen Lesepreis ausgezeichnet.
Für das inklusive Kooperationsprojekt der beiden Schulen tauschten die Schülerinnen und Schüler über ein halbes Jahr selbstproduzierte Audiodateien aus. In den über 20 gegenseitig zugesandten „Hörbriefen“ erzählten die Kinder von sich und ihren Hobbys, lasen sich Bilderbücher vor oder berichteten von eigenen Schulerlebnissen. Das Projekt förderte die Kinder nicht nur in ihrer Medienkompetenz, sondern stärkte auch ihr Selbstbewusstsein, vor anderen zu sprechen und mit anderen Kindern in Kontakt zu treten. Nachdem die Kinder sich schon auditiv kennengelernt hatten, trafen sie sich zum Ende des Halbjahres persönlich. Neben Spaziergehen, Spielen und Essen war ein weiteres Highlight die gemeinsame Produktion eines Hörspiels. Die „tierische Busfahrt“ lässt sich hier nachhören. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Wir gratulieren allen Gewinnerinnen und Gewinnern des Deutschen Lesepreises 2020!
Alle Preisträgerinnen und Preisträger sowie Informationen zur Bewerbung für 2021 finden Sie hier.

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