Im Gespräch mit Gabriele Sand, Sprengel Museum Hannover

Vom 25. bis zum 28. Mai findet das Kinder-Literaturfestival "Salto Wortale" zum dritten Mal im  Festivalzelt am Neuen Rathaus statt. Seit 2018 beteiligt sich das Sprengel Museum an dem Festival. Welchen Beitrag Museen zur Leseförderung leisten können und welchen Workshop rund um das Thema „Mensch, Tiere!“ das Sprengel Museum in diesem Jahr anbietet, berichtet Gabriele Sand.

Welchen Beitrag können Museen Ihrer Meinung nach zur Leseförderung leisten?

Nun ist das Museum nicht wie eine Bibliothek ein Leseraum, sondern ein Erlebnisraum, der die kreative Phantasie der Kinder anregt. Ganz im Sinne des Kinderliteraturfestes Salto Wortale werden die Kinder direkt angesprochen, - im Rahmen der inhaltlichen und thematischen Ausrichtung von Salto Wortale werden die Kunstwerke erforscht, eigene Ideen entwickelt, Geschichten erfunden, die schriftlich oder bildnerisch „notiert“ werden, so dass die Kinder neben den gehörten und gelesenen Geschichten einen eigenen Kosmos gestalten können. Der Besuch des Museums bzw. der Workshop im Museum mit den Kunstwerken ist eine kreative Erweiterung des Leseerlebnisses und ist so eine Anregung und Motivation zum Lesen und ein Beitrag bzw. ein Ansporn zu einem lebendigen Einlassen auf die Geschichten, die die Kinder beim Lesen erwarten.

Wie stehen Kunst und Lesen miteinander in Verbindung?

Das „Sehen“, das mit den Augen erkunden steht zwar im Museum im Mittelpunkt, aber das Umsetzen in eigene Gedanken und kreatives Tun schärft und regt die Beobachtungsgabe und den „Augensinn“ an. Und bekanntlich liest mit den Augen.

Welchen Workshop bieten Sie in diesem Jahr an? Wie schlagen Sie die Brücke zum Lesen und zum diesjährigen Thema „Mensch, Tiere“?

Das Thema Tier bzw. das Verhältnis Mensch und Tier spiegelt sich in vielen Kunstwerken des Museums wieder, - von der Klassischen Moderne – Pablo Picasso, Franz Marc bis zu zeitgenössischeren Positionen wie Niki de Saint Phalle oder aktuelle Video-Arbeiten von Julien Charriére und Julius von Bismarck-, so ergeben sich für die Kinder viele Möglichkeiten anzuknüpfen und sich mit dem Thema, den Geschichten und mit ihren Vorstellungen auseinanderzusetzen.

Theresia Stipp, Mitarbeiterin der Abt. Bildung und Kommunikation im Sprengel Museum Hannover, beschreibt den Workshop wie folgt:

„In den Workshops tauchen wir tiefer in die vorgelesenen Geschichten ein. Mit den gehörten Geschichten im Kopf schauen wir die Kunstwerke des Sprengel Museums Hannover an. Vielleicht entdecken wir etwas wieder, was uns aus den Geschichten bekannt vorkommt? Mit neuen Ideen aus dem Museum gehen wir dann ins Atelier. Hier spinnen wir die Geschichten ganz praktisch-kreativ weiter. Wir malen, zeichnen, bauen unsere eigenen Kunstwerke.“

Die Anmeldung für Schulklassen der Stufen eins bis fünf zum Kinderliteraturfesstival "Salto Wortale" ist ab sofort möglich.

Vielen Dank für das Gespräch!

Die Fragen stellte Carolin Klenke
 

Fotos: Sprengel Museum, Theresia Stipp

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