„21st-Century Readers“: PISA-Sonderstudie

04. Mai 2021 - OECD stellt PISA-Sonderstudie zu Lesekompetenz und Lesegewohnheiten von Jugendlichen in Zeiten zunehmender Digitalisierung vor

Die Ergebnisse der aktuell veröffentlichen Studie beruhen auf der Erhebung der Daten von PISA 2018. Hier wurden 15-jährige getestet. Untersucht wurde der Einfluss ihres digitalen Nutzungsverhaltens auf Lern- und Lesefähigkeiten. Die Internetnutzung der 15-Jährigen ist schließlich zwischen 2012 und 2018 von 21 auf 35 Stunden wöchentlich angestiegen. Das sind 66% in 6 Jahren.
Gleichzeitig haben Schülerinnen und Schüler laut der Studie immer weniger Lust zu lesen. Neben Deutschland verzeichnen Finnland und Norwegen einen starken Rückgang der Lesefreude bei Schülerinnen und Schülern.
Für Deutschland weisen die Ergebnisse der Erhebungen erneut daraufhin, dass Mädchen besser lesen können als Jungen und Jugendliche aus privilegierteren Familien gegenüber Jugendlichen aus benachteiligten Familien eher schlechter abschneiden. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Lesekompetenz beziehen sich auf das Textverständnis sowie die Kompetenz, Informationen zusammenzufassen und behalten zu können. Nur etwa die Hälfte der Schülerschaft kann beurteilen, ob Informationen und Quellen, insbesondere aus dem Internet, vertrauenswürdig sind.
In Deutschland und 34 weiteren Ländern wird deutlich, dass ein negativer Zusammenhang zwischen der Nutzungsdauer von digitalen Geräten und den Lesekompetenzen der Schülerinnen und Schüler besteht.

Hier finden Sie die Studie LESEN IM 21. JAHRHUNDERT Lesekompetenzen in einer digitalen Welt. Deutschlandspezifische Ergebnisse des PISA-Berichts „21st-century readers“ zum Nachlesen.

Detaillierte Informationen sind zu finden unter:

www.oecd.org/pisa/

© Bilder: OECD, Canva

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