11. Bundesweiter Vorlesetag brachte Lust aufs (Vor-)Lesen

Am 21. November 2014 hieß es bereits zum elften Mal: Deutschland liest vor! Mehr als 80.000 Vorleserinnen und Vorleser haben sich am Bundesweiten Vorlesetag beteiligt und nicht nur in Schulen, Kitas und Bibliotheken, sondern auch an ungewöhnlicheren Orten wie Zügen und Bussen, in der Kantine und im Schwimmbad vorgelesen. Die Deutsche Bahn Stiftung hat sogar drei Tage lang mit einem Vorlesetruck vor dem Berliner Hauptbahnhof campiert und für die spontane Lesefreude zwischendurch gesorgt. Gemeinsam mit der Stiftung Lesen und der Wochenzeitung DIE ZEIT ruft sie jährlich am dritten Freitag im November dazu auf, das Bewusstsein für die Bedeutung des Lesens und Vorlesens zu stärken und nachhaltig Lesefreude zu wecken.

Drei Städte werden für ihr Engagement in Kürze mit der Auszeichnung „Vorlesehauptstadt 2014“ ausgezeichnet: Während für die Kategoerie „Aktivste Vorlesehauptstadt“ schlicht die Anmeldezahlen bundesweit ausgewertet werden, konnten sich Orte für die „Außergewöhnlichste Vorlesehauptstadt“ und die „Öffentlichkeitswirksamste Vorlesehauptstadt“ im Vorfeld bewerben. Die Gewinner werden Anfang 2015 feierlich bekanntgegeben und erhalten eine entsprechende Plakette, die im öffentlichen Raum angebracht werden kann.

Unter den Vorleserinnen und Vorlesern befanden sich auch mehr als 1.000 Politikerinnen und Politiker sowie Prominente. So hat beispielsweise Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil in der Wolfsburger Friedrich-von-Schiller-Schule einer Grundschulklasse vorgelesen. Die Auszüge aus Jim Knopf und vor allem aus der Zauberschule von Michael Ende kamen bei den Schülerinnen und Schülern ausgesprochen gut an – vielleicht auch, weil sie Lieblingsbücher des Ministerpräsidenten selbst waren und er sichtlich Spaß an der Vorleseaktion und den interessierten Fragen der Kinder hatte.

Auch die niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz hat sich mit einer Vorleseaktion in einer hannoverschen Kita beteiligt. Der Elterninitiativkindergarten Arche Noah hatte dabei eine besondere Bedeutung für die Ministerin, da sie an seiner Gründung beteiligt war und sich sehr gefreut hat, die jetzigen Kinder und Erzieherinnen und Erzieher zu treffen. Mithilfe eines Bilderbuchkinos hat sie das Buch „Ich bin der Stärkste im ganzen Land“ vorgelesen und die Kinder in den Bann gezogen.

(Fotos: Akademie für Leseförderung Niedersachsen)

Mehr zum Thema: 
Impressum | Datenschutz | rechtliche Hinweise | Sitemap | Archiv