Aktuelles - Medientipps

Coverbild: Alles nur aus Zuckersand
Rein äußerlich betrachtet funktioniert der Mauerfall bei diesem wunderbaren Roman quasi als Spiegelachse: Die Geschichte spielt zehn Jahre vor dem Mauerfall, der Roman erscheint zehn Jahre danach. Fred, Sohn eines Grenzers der DDR, und Jonas sind beste Freunde. Gemeinsam erkunden sie ihre Umgebung, insbesondere ein verlassenes Fabrikgelände in der Nähe der Grenze zu Westberlin. Und wenn sie dort nicht herumschleichen, sammeln sie Informationen über Australien und die Aborigines – ganz heimlich, kein Erwachsener soll davon erfahren.
Lincoln Selkirk, die Hauptfigur in M.A. Bennetts „Sieben. Spiel ohne Regeln“, strandet nach einem Flugzeugabsturz auf einer einsamen Insel. Aber er ist nicht – wie zu erwarten wäre – schockiert und panisch, sondern einfach nur froh. Denn mit ihm im Flugzeug saßen sechs Mitschülerinnen und Mitschüler, die ihn die letzten drei Jahre seines Lebens bis aufs Blut gequält und erniedrigt haben. Und jetzt sind sie tot. Das glaubt Lincoln zumindest. Umso furchtbarer ist für ihn die Entdeckung, dass die vermeintlich Toten quicklebendig sind. Doch dann erkennt Lincoln, dass die anderen ihn brauchen.
Wer nicht oft mit Hunden zu tun hat und ihre Körpersprache nicht entschlüsseln kann, der versteht so gar nicht, warum ausgerechnet dieses Tier der beste Freund des Menschen ist. Auch die kleine Selma fürchtet sich vor Hunden, obwohl ihre Mutter ihr immer wieder versichert, dass es dafür keinen Grund gibt. Außerdem rät sie Selma, sich doch mal in einen Hund hineinzuversetzen und die Welt durch seine oder ihre Augen zu betrachten. Gesagt – getan! Selma schlüpft in den Körper mit der verdutzten Princessa, einem grauen Pudelmädchen, und beginnt, die Welt als Hündin zu erkunden.
Ulf hat mit seinen Freunden Tita, Heiko und Otto eine Detektivbande gegründet. Sie würden gerne Verbrechen aufklären, aber leider gibt es in ihrer Schule keine Vorkommnisse, bei denen ihr detektivischer Spürsinn gefragt wäre. Das ändert sich, als mit Ulli eine neue Mitschülerin in die Klasse kommt, die sich ganz und gar merkwürdig verhält. Und dann können die vier Detektive endlich loslegen. Auf einem Blatt trägt Otto, der sich als Detektiv besonders eifrig erweist, alle Informationen in Form einer Mindmap zusammen.
Die Kinderbuchillustratorin und Comiczeichnerin Anke Kuhl ist in den 70er Jahren gemeinsam mit ihrer um ein paar Jahre älteren Schwester Eva in einer hessischen Kleinstadt aufgewachsen. Welche Streiche die beiden  ausgeheckt haben, welche Spiele an der Tagesordnung waren und welche  Abenteuer gemeinsam bewältigt wurden, das erfährt man in diesem wunderbar witzig gezeichneten Kindercomic.
Steven und Piet haben nur einen Wunsch: Sie wollen sogenannte Bugjäger werden. Mehr durch Zufall aktivieren sie ein Portal in die verbotene Zone, einen Ort sehr tief unter ihrer Stadt. Da das Portal bei ihrer Reise zur ersten Ebene der Zone vollkommen zerstört wird, müssen sie so schnell wie möglich zum zweiten Level finden, um nach Hause zu kommen. Und schon geht das Abenteuer los: Sie werden von wütenden Hornissen und dinosaurierähnlichen Tieren gejagt, lernen einen depressiven Roboter kennen und entdecken eine verfallene Stadt.
Plötzlich passt alles nicht mehr zusammen: Der Körper verändert sich, die eigene Wahrnehmung der Welt ebenso. So richtig weiß man nicht, wo man hingehört, und wer man ist, weiß man schon gar nicht. Das ist sie, die Pubertät! Auch Robin, der Protagonist in Antje Herdens Jugendroman „Keine halbe Sachen“, hat das Gefühl, nirgendwo dazuzugehören und nicht vollständig zu sein. Ständig scheint ihm etwas zu fehlen. Das ändert sich, als er Leo kennenlernt. Leo, der so anders ist als Robin, füllt dessen innere Leere.
Xiomara, eine junge Latino-Amerikanerin, hat viel zu sagen, aber Mädchen haben – so lehrt es ihre streng gläubige Mutter – den Mund zu halten und sich zu fügen. Auch in dem New Yorker Stadtteil, in dem Xiomara aufwächst, sind Worte nicht die erste Wahl, wenn es um das Klären von Konflikten geht. Dort wird mit körperlicher Gewalt agiert. Als eine Lehrerin Xiomara einlädt, in den Slam-Poetry-Club der Schule zu kommen, weigert sich die junge Frau zunächst. Denn genau zu dieser Zeit muss sie in der Kirche am Kommunionsunterricht teilnehmen. So will es ihre Mutter.
Der 12-jährige Aldo hat nicht viele Freunde und muss sich in der Schule einiges gefallen lassen. Da ist es verständlich, dass er ab und zu etwas übertreibt, wenn die Jungs aus seiner Klasse ihn aufziehen. Als er aus einem unüberlegten Impuls heraus behauptet, er sei Mitglied der angesagtesten Eishockey- Mannschaft der Stadt, überspannt er den Bogen allerdings. Auf gar keinen Fall darf der Angeber Florim herausfinden, dass er gelogen hat. Vor allem nicht, weil auch Mitschülerin Ada, die ihn als Einzige in Schutz nimmt, seine Lüge gehört hat.
Seitdem seine Mutter krank geworden ist, hat Sasja panische Angst vor den Fliegen, die sich vermehrt auf der Fensterbank des Hauses ansammeln. Es sind die Vorboten des Todes, denn Sasjas Mutter, die er in seiner Verlustangst nur noch Semilla nennt, liegt im Sterben. Eines Nachts vertraut Semilla ihrem Sohn an, wie sehr sie sich vor dem Tod fürchtet. Als sie kurz darauf verschwindet, weiß Sasja, dass der Tod sie geholt hat. Kurzerhand beschließt Sasja, seine Mutter zu retten und folgt dem Schiff des Todes, das gerade noch am Horizont zu sehen ist, in einem kleinen Ruderboot.

Seiten

Impressum | Datenschutz | rechtliche Hinweise | Sitemap | Archiv